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Geschichtliches im Überblick

Wo das Glottertal in die Rheinebene mündet, etwas abgerückt vom großen Verkehr liegt, hingelehnt an die Schwarzwaldvorberge das knapp eintausend Einwohner zählende Dorf Heuweiler. Es gliedert sich in drei Ortsteile: Das Kerndorf schart sich um die ältesten Höfe: den Merzenhof, das Haus des "Alt-Vogtshofes", dem Häberlehof (Englers) und dem Dörrhof sowie um das Rathaus und das Gasthaus "Zum Rebstock".

Von hier aus steigt man zur Kirche, dem Wahrzeichen Heuweilers, auf den Berg hinauf und weiter zur Schule und der Kirchberghalle. Zwei Dinge lohnen die kleine Mühe des Aufstiegs: Die einfache, barocke Innenausstattung der Kirche und der herrliche Blick vom Kirchplatz über die Breisgauer Bucht, zum Kaiserstuhl und den Vogesen.

Das Hinterdorf mit dem Neubaugebiet "Binde" wird ebenfalls dominiert von einigen großen Höfen. Es erstreckt sich südwärts zum Leheneck. Ein viel- und gernbegangener Fußweg führt von Zähringen übers Wildtal nach Hinterheuweiler.

Neuhäuser, der Name sagt es schon, ist erst um die Jahrhundertwende entstanden und zieht sich an der alten Glottertäler Landstraße hin. Die vier, hier erstmals in kurzen Abständen gelegenen, Gasthäuser Laube, Sternen, Grüner Baum und Lamm künden vom damals regen Verkehr von Fuhrwerken, die hier auf dem Weg zum und vom hohen Schwarzwald Rast einlegten. Heute existieren nur noch die Laube und der Grüne Baum.

Haben wir eingangs Heuweiler ein Dorf genannt, so möchte man fast ein wenig zögern, verbindet man mit diesem Begriff doch eine stark bäuerlich-landwirtschaftliche Prägung. Aber der allgemeine Strukturwandel, das beklagenswerte Höfesterben, hat auch vor Heuweiler nicht halt gemacht. An einer Hand kann man die rein von der Landwirtschaft lebenden Höfe abzählen. An selbständigen Betrieben bestehen nur noch eine Schreinerei, eine Landmaschinenwerkstätte, eine Bäckerei, ein Friseursalon und ein Baggerbetrieb. Deshalb pendeln viele Einwohner täglich in die Umlandgemeinden oder in die Stadt Freiburg zur Arbeit. Im Ort befinden sich jedoch neue Einrichtungen, wie die schöne Kirchberghalle, die Vereinsräume, der Kindergarten, die Schule und der Jugendraum. Sie tragen zum geselligen Leben und zur Kinderfreundlichkeit der Gemeinde Heuweiler bei.

Was die Namensgebung angeht, so führt das Ortswappen, das alle amtlichen Schreiben ziert, nämlich eine mit Rechen gekreuzte Heugabel, völlig in die Irre: Mit Heu hat der Ortsname absolut nichts zu tun, es ist eine Verschriftdeutschung des alten Namens Hainwiller d.h. "Weiler im Hain oder Hau" (= geschlagener Wald). Umgangssprachlich wird der Ort auch heute noch "Heiwiller" genannt.

Die erste urkundliche Erwähnung beginnt aber sicher schon sehr viel früher. Im hohen Mittelalter waren die Geschicke des Dorfes über die Grafen, denen Heuweiler unterstand, mit der Stadt Freiburg verbunden. So ist überliefert, dass Heuweilemer Bauern Spanndienste für den Transport des Tennenbacher Sandsteins für den Bau des Münsters leisteten. Als Freiburg sich Habsburg unterstellte, ging die Herrschaft auf Österreich über, Heuweiler wurde Vogtei der Kameralschaft Kastelburg-Schwarzenberg. Alte Grenzsteine an den Gemarkungsgrenzen kündigen von der Zugehörigkeit zu Vorderösterreich. Bis in die jüngere Vergangenheit war Waldkirch die Amtsstadt für Heuweiler und das Dorf auch kirchlich dem Margaretenstift und später dem Dekanat Waldkirch zugeordnet.

Heute gehört Heuweiler als eine der kleinsten selbständigen Gemeinden dem Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald an.

Eine frühzeitig und freiwillig eingegangene und inzwischen in vielen Jahren und Bereichen erfolgreich bewährte Verwaltungsgemeinschaft mit Gundelfingen hat ihr die Selbständigkeit bewahrt. Bürgermeister Walz von Gundelfingen ist gewählter Bürgermeister von Heuweiler und steht einem zehnköpfigen Gemeinderat vor.