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Die Bestien feierten bei Vollmond

Artikel vom 05.02.2018

Der Mond stand noch hell leuchtend am Himmel, die Nacht nach dem Blutmond war gerade vergangen, da fanden sich in Heuweiler die Wölfe ein. Fast so hatte es den Anschein, da auf dem Dorfplatz zwei Leheneckbestien die zahlreichen Besucher willkommen hießen, die zu ihrem 11-jährigen Bestehen und der damit verbundenen Einladung ins Gemeindehaus gekommen waren. Alexander Buse gab zunächst einen Abriss der Entstehung der Narrenzunft. Alles begann 2005 mit dem Narrenbaumstellen auf dem Heuweilemer Bühl. Beim ersten Fasnetumzug waren noch 7 Männer als Musketiere verkleidet auf einem Wagen mitgefahren. Die Idee, eine Narrenzunft zu gründen, war geboren. Danach wurden mögliche Namen gesucht und Kostüme entworfen. Zwei Jahre später, bei einer Silvesterparty im Jahre 2007, präsentierten sich die „Leheneckbestien“ dann das erste Mal öffentlich. Das Häs damals war schon fast identisch mit dem heutigen Outfit, allerdings waren die Masken noch aus Gummi. Im ersten Jahr wurde gebastelt, gemalt und gebaut, bevor dann die 13 Gründungsmitglieder erstmals im Jahr 2008 mit dem Wagen der Leheneckbestien beim Fasnetumzug gestartet sind. 

Besonderer Dank ging an Ferdinand Elighofer, der die Masken der aktuellen Kostüme geschnitzt hat und die Dokumentenverwaltung der Zunft übernahm. Der Fokus der mittlerweile 35 Mann starken Truppe liegt heute auf der Bereicherung des Ortsgeschehens und der Pflege von Brauchtum. Klasse statt Masse wolle man bieten und so ist es kaum verwunderlich, dass der alljährliche Zunftabend über die Ortsgrenzen hinaus hohe Anerkennung finde. Auch, so Buse, findet in diesem Jahr erstmals am Fasching-Sonntag eine Narrenmesse statt, ein Zeichen dafür, Kirche und Fastnacht zu verbinden. Und dann wurden die Veranstalter selbst überrascht. In seinem unterhaltsamen Vortrag über 11 Jahre, in denen er die Narrenzunft begleitet hatte, betonte Hubert Blattmann die Leistungen, die hinter den Kulissen stattfanden. Bei Wind und Wetter wurde am Wagen gebaut, unzählige Arbeitsstunden wurden geleistet. Auch er hob das hohe Niveau und den Stil der Zunftabende hervor. Andreas Weber-Liel begleitete im zweiten Bildvortrag des Abends die Leheneckbestien bei einem Filmdreh und stellte dabei diverse Filmszenen nach. Christian Löffler von den befreundeten Dorfhexen aus Gundelfingen zeigte in seinem Vortrag eindrucksvolle Bilder von großartigen Freundschaften zwischen den Narrenzünften. Er lobte den schon legendären Wagen und die damit verbundene immense Arbeit. Sein letztes Bild der Vortragsreihe zeigte eine in schwarz-weiß gehaltene Nachstellung der Sage um zwei Mägde, die am Leheneck eine Begegnung der besonderen Art hatten: Sie sahen auf ihrem Nachhauseweg am Hügel zwischen Wildtal und Heuweiler einen großen, bedrohlich bellenden Hund mit einem feurigen Schwanz. Der Originaltext der Sage von 1928 konnte in der Ausstellung ebenso bewundert werden wie das erste Häs und viele eindrucksvolle Bilder aus 11 Jahren „Narrenzunft Leheneckbestien“.  Die Fotoausstellung im Gemeindehaus Heuweiler ist noch bis nach Fasnet geöffnet. Infos und Kontakt: www.leheneckbestien-heuweiler.de (sel)