Aktuelles aus Heuweiler: Gemeinde Heuweiler

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Aktuelle Informationen zum Corona-Virus

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

die Bundes- und Landesregierungen haben sich zwischenzeitlich auf bundesweit geltende Rahmenbedingungen zur Eindämmung des Corona-Virus verständigt. Die Gemeinden Gundelfingen und Heuweiler hatten bereits mit Wirkung zum 21. März 2020 eine Allgemeinverfügung für ein allgemeines Betretungsverbot für öffentliche Orte erlassen. Die Allgemeinverfügung deckt sich weitgehend mit den nun bundesweit geltenden Regelungen, die durch das Land mittels der sogenannten Corona-Verordnung für Baden-Württemberg umgesetzt wurde. Diese in der Geschichte beider Gemeinden wohl einmalige Situation ist nur durch die rasante Verbreitungsgeschwindigkeit und nur für einen sehr begrenzten Zeitraum rechtfertigbar, da mit diesen verbindlichen Regelungen weitreichende Grundrechtseingriffe verbunden sind. Ich darf mich an dieser Stelle bei Ihnen allen bedanken! Sie haben sich in den letzten Tagen seit Gültigkeit dieser sehr drastischen Einschränkungen unseres gesellschaftlichen Zusammenlebens gut an die Vorgaben gehalten und ich bitte Sie dies auch weiterhin zu tun. All diese Einschnitte in unser Leben sollen helfen die Ausbreitungsgeschwindigkeit des Corona-Virus zu verlangsamen und unsere medizinische Versorgung vor einem Kollaps zu bewahren. Auch wenn bei rund 80 % der Menschen die Krankheit einen recht milden Verlauf nimmt, kommt es in jedem fünften Fall zu Komplikationen. In einem alles andere als unerheblichen Umfang der Infektionen müssen am Corona-Virus erkrankte Personen sogar intensivmedizinisch und unter Einsatz von Beatmungsgeräten behandelt werden. Gerade ältere Menschen und Personen mit Vorerkrankungen sollten deshalb dringend die Zahl der sozialen Kontakte auf ein absolutes Minimum reduzieren! Deshalb sollten Sie nach Möglichkeit zu Hause bleiben. Wenn Sie für Besorgungen vor die Haustüre gehen, dann bündeln Sie bitte Ihre Einkäufe und gehen Sie nicht, wie vielleicht sonst üblich, täglich für kleinere Besorgungen vor die Haustür. Selbstverständlich dürfen Sie auch weiterhin spazieren, wandern und joggen gehen, mit dem Hund eine Runde drehen oder eine Radtour unternehmen. Wenn Sie mit anderen in häuslicher Gemeinschaft leben, sei es als Paar, als Wohngemeinschaft oder Familie, dürfen Sie selbstverständlich auch mit mehr als zwei Personen Aktivitäten vor der Haustüre im Freien unternehmen. Die Beschränkung auf zwei Personen bezieht sich auf eine Person, mit der Sie nicht unter einem Dach wohnen. Bitte bewahren Sie dabei zu anderen Menschen, wenn irgend möglich, stets einen Mindestabstand von 1,5 Metern. Nicht nur außerhalb der eigenen vier Wände, sondern auch innerhalb Ihrer Häuser und Wohnungen sind Menschenzusammenkünfte mit mehr als 5 Personen untersagt. Eine Ausnahme hiervon bilden Zusammenkünfte, wenn Menschen in gerader Linie verwandt sind, wie beispielsweise Eltern, Großeltern, Kinder und Enkelkinder oder mit den Menschen, mit denen Sie in häuslicher Gemeinschaft leben und deren Zahl die 5 Personengrenze übersteigt. Aus dem Hause gehen dürfen Sie auch weiterhin, um zur Arbeit zu gehen.

Auch dürfen Sie weiterhin folgende Geschäfte aufsuchen:

  1. Einzelhandel für Lebensmittel und Getränke einschließlich Bäckereien, Metzgereien, Hofläden, mit Ausnahme von reinen Wein- und Spirituosenhandlungen
  2. Wochenmärkte
  3. Abhol- und Lieferdienste einschließlich solche des Online-Handels
  4. Außer-Haus-Verkauf von Gaststätten
  5. Kantinen für Betriebsangehörige oder Angehörige öffentlicher Einrichtungen (allerdings nur bei Einhaltung zusätzlicher Vorgaben)
  6. Ausgabestellen der Tafeln
  7. Apotheken, Drogerien, Sanitätshäuser, Hörgeräteakustiker, Optiker und Praxen für die medizinische Fußpflege
  8. Tankstellen
  9. Poststellen, Banken und Sparkassen sowie Servicestellen von Telekommunikationsunternehmen
  10. Reinigungen und Waschsalons
  11. der Zeitschriften- und Zeitungsverkauf
  12. Raiffeisenmärkte
  13. Verkaufsstätten für Bau-, Gartenbau- und Tierbedarf und
  14. der Großhandel.

Der Betrieb folgender Einrichtungen wird bis zum 19. April 2020 jedoch untersagt

  1. Kultureinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Museen, Theater, Schauspielhäuser, Freilichttheater
  2. Bildungseinrichtungen jeglicher Art, insbesondere Akademien, Fortbildungseinrichtungen, Volkshochschulen, Musikschulen und Jugendkunstschulen
  3. Kinos
  4. Schwimm- und Hallenbäder, Thermal- und Spaßbäder, Saunen
  5. alle öffentlichen und privaten Sportanlagen und Sportstätten, insbesondere Fitnessstudios sowie Tanzschulen, und ähnliche Einrichtungen
  6. Jugendhäuser
  7. öffentliche Bibliotheken
  8. Vergnügungsstätten, insbesondere Spielhallen, Spielbanken, Wettannahmestellen
  9. Prostitutionsstätten, Bordelle und ähnliche Einrichtungen
  10. Gaststätten und ähnliche Einrichtungen wie Cafés, Eisdielen, Bars, Shisha-Bars, Clubs, Diskotheken und Kneipen
  11. Messen, Ausstellungen, Freizeit- und Tierparks und Anbieter von Freizeitaktivitäten (auch außerhalb geschlossener Räume), Spezialmärkte und ähnliche Einrichtungen
  12. alle weiteren Verkaufsstellen des Einzelhandels, soweit Sie nicht zu den oben genannten weiterhin geöffneten Einrichtungen gehören, insbesondere Outlet-Center
  13. öffentliche Spiel- und Bolzplätze
  14. Frisöre, Tattoo-/Piercing-Studios, Massagestudios, Kosmetikstudios, Nagelstudios, Studios für kosmetische Fußpflege sowie Sonnenstudios
  15. Beherbergungsbetriebe, Campingplätze und Wohnmobilstellplätze; eine Beherbergung darf ausnahmsweise zu geschäftlichen, dienstlichen oder in besonderen Härtefällen, zu privaten Zwecken erfolgen und
  16. Betrieb von Reisebussen im touristischen Verkehr.

Dienstleister, Handwerker und Werkstätten können in vollem Umfang ihrer Tätigkeit weiterhin nachgehen, soweit sie nicht ausdrücklich in der oben genannten Auflistung der geschlossenen Einrichtungen enthalten sind.

Die Auswirkungen für unsere Künstlerinnen und Künstler, kleinen und größeren Unternehmen, Angehörigen der freien Berufe und Selbstständigen sind ebenfalls enorm. Massive Umsatzeinbußen, die teilweise existenzbedrohende Ausmaße annehmen können, wurden mir persönlich bereits mehrfach geschildert. Deshalb ist es enorm wichtig und richtig, dass nun Bund und Land massive Hilfsprogramme auflegen, bei denen nicht nur zinslose Darlehen zur Überbrückung von Liquiditätsengpässen gewährt werden, sondern der Staat auch mit nicht rückzahlbaren Zuschüssen unter die Arme greift.

Unterstützen auch Sie, wo Sie dies können! Sei es, in dem Sie älteren und kranken Menschen in Ihrer Nachbarschaft helfen, oder in dem Sie die zahlreichen Angebote unserer Gastronomen für Essen auf Bestellung oder das breite Warenangebot der Hofläden unserer Landwirte wahrnehmen.

Ein großes Dankeschön möchte ich an all jene Menschen in unserer Gesellschaft richten, die in dieser Zeit besonders gefordert sind. Danke an das gesamte medizinische Personal in unseren Krankenhäusern und Pflegeinrichtungen, danke an die Kassiererinnen und Kassierer in den Lebensmittelmärkten, an die Postzusteller, an die Polizei und unsere Rettungsorganisationen!

Liebe Mitbürgerinnen, liebe Mitbürger,

zusammenrücken und füreinander einstehen, ohne dass wir uns dabei tatsächlich persönlich begegnen. Diese sogenannte „soziale Distanz“ kann auch eine Chance sein. Sie kann dazu beitragen, dass wir unsere Kontakte zu unseren Mitmenschen nochmals ganz anders zu schätzen lernen. So wie für die Gläubigen unter uns die Fastenzeit vor Ostern zu einem Verzicht anregt, so ist nun ein Verzicht auf persönliche Zusammenkünfte vielleicht auch die Möglichkeit, dass wir eine ganz andere Wertschätzung für die Dinge, die uns sonst so alltäglich erscheinen, in Zukunft an den Tag legen werden. Lassen Sie uns das Positive betonen und das Beste aus der aktuellen Situation machen!

Bleiben Sie gesund!

 

Ih
Raphael Walz
Bürgermeister

 

Sehen Sie sich auch die Auslegungshinweise zur Corona-Verordnung an.

 
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Freiburger Verkehrs AG passt Fahrplanangebot an aufgrund Coronakrise (Stand 20.03.2020, 22:14 Uhr)

Artikel vom 20.03.2020

Die Freiburger Verkehrs AG (VAG) passt ihr Fahrplanangebot ab Montag, 23. März, an die aktuellen Gegebenheiten an. Schon in der laufenden 12. Kalenderwoche sind die Fahrgastzahlen in Bussen und Bahnen um mindestens 60 Prozent gesunken. „Durch das von der Stadt Freiburg erlassene Betretungsverbot öffentlicher Orte wird die Nachfrage noch weiter abnehmen. Dennoch ist es von größter Bedeutung ein regelmäßiges Angebot im Öffentlichen Nahverkehr aufrecht zu erhalten, um alle notwendigen und unvermeidbaren Mobilitätsbedürfnisse in der Stadt sicher zu stellen und zu ermöglichen,“ so die VAG Vorstände Oliver Benz und Stephan Bartosch. „Wir sind glücklich und sehr dankbar dafür, dass wir in diesen Tagen über alle Bereiche hinweg extrem motivierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erleben die füreinander da sind und mit uns zusammen das Ziel haben, das verringerte, aber dennoch sehr solide Fahrplanangebot in einer verlässlichen Art und Weise aufrecht zu erhalten.“

 

Das Fahrplanangebot ab kommendem Montag, 23. März 2020

Vom 23. März an wird an allen Wochentagen von 5 Uhr bis 22.30 Uhr an nach dem gleichen, leicht zu merkenden Fahrplan gefahren:

Alle Stadtbahnlinien werden im Tagesverkehr zwischen 7.00 Uhr und 21.00 Uhr im 15-Minuten-Takt fahren.

In den Randzeiten von 05.00 Uhr bis 7.00 Uhr und von 21.00 Uhr bis 22.30 Uhr verkehren die Bahnen im 30-Minuten-Takt. In diesen Zeiträumen sind die Anschlüsse auf einen Rundumanschluss am Bertoldsbrunnen, beziehungsweise am Stadttheater ausgerichtet. Der Umstieg zwischen den Linien 1, 2, 3 und 4 ist an der Haltestelle „Bertoldsbrunnen“ möglich. Der Umstieg zwischen den Linien 1, 2, 3 und 4 von und zur Linie 5 an der Haltestelle „Stadttheater“.

Zu den morgendlichen Pendlerzeiten werden die Stadtbahnen durch zusätzlich Fahrten verstärkt. Sollten sich weitere, einschneidende Veränderungen ergeben, wird die VAG darauf reagieren und das Angebot weiter anpassen.

Die meisten Buslinien fahren ganztägig im 30-Minuten-Takt.

Dabei gelten die folgenden Besonderheiten:

  • Die Linie 15 verkehrt ganztägig über Gundelfingen-Bahnhof.
  • Die Linie 16 verkehrt nicht.
  • Die Linie 19 verkehrt im 90-Minuten-Takt und wird in Lehen ergänzt durch die Linien 31 und Linie 32.
  • Die Linie 21 verkehrt ganztägig in Günterstal im 45-MinutenTakt zwischen den Haltestellen 'Dorfstraße' und „Kyburg“ sowie im 90-Minuten-Takt zwischen „Dorfstraße“ und Horben.
  • Die Linie 22 fährt nur im Zeitraum von Betriebsbeginn bis 19 Uh. Dabei gilt zwischen 9.00 Uhr und 15.00 Uhr ein 45-MinutenTakt, ansonsten wird alle 30 Minuten gefahren.
  • Die Linie 24 fährt zwischen 08.30 Uhr und 15.30 Uhr im 60-Minuten-Takt ansonsten im 30-Minuten-Takt.
  • Die Linie 23 verkehrt nicht.
  • Die Linie 25 verkehrt nicht.
  • Die Linie 31 verkehrt unverändert.
  • Die Linie 32 fährt ganztägig zwischen der 'Paduaallee' und 'Opfingen-Gewerbestraße'.
  • Die Linie 34 verkehrt den ganzen Tag im 45-Minuten-Takt und bedient dabei zusätzlich die Haltestellen „Bötzinger Straße“, „Riegeler Straße“, „Burkheimer Straße“, „Stryker“ und „Schaub“. Es entfallen die Haltestelle „Moosackerweg“, „St. Georgen-Kirche“ und „St. Georgen-Friedhof“.
  • Die Linie 35 verkehrt nicht. Die Anbindung des Gewerbegebiets Haid erfolgt durch die Linie 34. Die Anbindung der Tunibergortsteile durch die ganztägig verkehrende Linie 33.
  • Die Linie 36 bedient alle 30-Minuten das Industriegebiet Hochdorf.
  • Den aktuellen Kurs 1501 über Gundelfingerstraße-Gundeldfingen-Wildtal-Berggasse können Sie hier abrufen

Alle Änderungen werden von kommenden Montag, 23. März an, auch in den elektronischen Verbindungsauskünften hinterlegt sein.