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Otmar Maas verabschiedet

Artikel vom 02.12.2019

Nach 26 Jahren Dienst in und an der Pfarrgemeinde Bruder Klaus wurde Pastoralreferent Otmar Maas kürzlich in den Ruhestand verabschiedet. Der Begriff selbst passe gar nicht zu ihm, befand Pfarrgemeinderats-Vorsitzender Franz-Peter Dussing, gleichwohl habe er diesen redlich verdient. 

In vielerlei Kommentaren und Würdigungen wurde deutlich, was den Scheidenden mit den Menschen seines Wirkungskreises verbindet. Verschiedene Wegbegleiter danach befragt, wie Otmar Maas in einem Satz zu charakterisieren sei, hatte dies bei fast allen die gleiche Folge: Ein Innehalten und offensichtliches Nachdenken darüber, nicht wie, sondern wie in Kürze Maas sich beschreiben ließe. Pfarrer Frank Prestel fand in seiner (darauf sich nicht beschränkenden) Rede womöglich die Schnittmenge aller Aussagen, als er sagte: „Du hast es verstanden, Menschen zusammen zu führen.“ Das, hatte Dussing angemerkt, habe besonders der Jugend gegolten: „Für die warst du immer Partei, hast sie wie ein Löwe verteidigt.“ 

 

„... den Menschen zugewandt“

Unter drei Pfarrern und zwei Pfarradministratoren hat Otmar Maas das kirchliche Leben der Gemeinde mit befördert, war „den Menschen zugewandt, er hatte immer Zeit für andere“, wie eine aus der Arbeit her Vertraute verlauten ließ. „Einer, der mit Liebe auf seine Kirche blickt und manchmal mit ihr ringt“, hatte Prestel ihn in den Kreis jener gestellt, die  verantwortungsbewusst in diesem Umkreis tätig sind, und zeigte sich froh darüber, dass Maas weiterhin Menschen führen wird: Als Leiter von Pilgerfahrten bleibt er der örtlichen Gemeinschaft erhalten, für 2021 ist eine große Fahrt nach Jordanien und ins Gelobte Land geplant.

Da also wird sich bestätigen können, was führende Pfadfinder von einst und jetzt auf die Kurzformel brachten: „Er ist immer dabei, mitten unter den Menschen.“ Auf diese Weise sei er „die große Konstante mit einem weiten Herzen für alle“ (Dussing), „ein liebenswerter, anregender Querdenker mit immensem Gespür für Soziales“ (Alt-Pfarrgemeinderatsvorsitzender und jetziger 1. Bürgermeister-Stellvertreter Meinrad Drumm). Mochten Begeisterungsfähigkeit und Optimismus noch stärker ausgeprägt gewesen sein als der Hang zu akribischer Organisation, hat sich stets alles zum Guten gewendet; „et hät noch immer jot jejange“ zitierte ein künstlerisch Tätiger eine Kölner Lebensweisheit, die sprachlich Vergangenes aufgreift, aber doch in die Zukunft hinein gemeint ist.

 

Dank und Resümee

Auch für dieses Mittun so Vieler dankte Otmar Maas in weit ausholender, klar akzentuierter, wohl niemanden vergessender, Bezüge zur Hl. Schrift ziehender, auf alle sieben Sakramente anspielender und katholisch inspirierte Lebenshaltung zum Ausdruck bringender Dankesrede. Zuvor hatte da der „Schwob“ Maas – dessen Vorgeneration im Schlesischen wurzelte – Langmut und Toleranz der Badener (und Zugezogener) trainiert, indem er mit seinem Abschiedsgeschenk ihr Sprach- und ihr Kontextverständnis förderte, indem er die in bestem Schwäbisch gehaltene „Schöpfungsgeschichte samt Sündenfall“ in der Pfarrkirche Bruder Klaus aufführen ließ. 

„Vom Gemeindemittelpunkt aus wirken, das ist Berufung.“ Hier hatte einer seine Berufung, über mehr als ein Vierteljahrhundert lang, am selben Ort gefunden und zugunsten anderer genutzt. Schöneres, so nickten sich im Pfarrzentrum zur Verabschiedung Gekommene vielfach zu, lässt sich über das, was einer zu erreichen und zu bewirken vermag, wohl kaum sagen.     Herbert Geisler